Ausgangspunkt von Xavier Le Roy bildete die Faszination für die gestische Präsenz und Ausdrucksstärke des Dirigierens. Der französische Choreograf entwickelte ein Stück, das die Figur des Dirigenten und die Beziehung zwischen Musik und Bewegung untersucht. Entstanden ist ein durch Präzision und Reduktion stringentes Solo über das komplexe Verhältnis von Hören und Zuhören, Sehen und Zusehen und musikalischer und choreografischer Komposition, bei dem das Publikum zum imaginären Orchester wird. "Le Roys ,Sacre´ ist ein zugängiges prickelndes Spiel. Es verkleidet sich als leichter Abend, in dem Momente profanen Bühnenzaubers aufblitzen", so Sabrina Holzer in corpusweb.net.
Xavier Le Roy sucht in seinem choreografischen Werk nach diskursiven und prozessorientierten Formaten und beschäftigt sich u.a. mit Themen wie Repräsentation und Autorschaft im Kontext von Kunstproduktion. Der promovierte Molekularbiologe arbeitet seit 1991 als Tänzer und Choreograf. Im Frühjahr 2010 wurde er als Fellow Artist in die USA nach Cambridge eingeladen. In Düsseldorf war er zuletzt in der Julia Stoschek Collection mit "Floor Pieces" zu sehen.