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Von der Ur-Werkstatt zum tanzhaus nrw
Viele Ideen, wenig Miete, keine Heizung! 1973 begann ein kleines Kollektiv aus Künstlern in Düsseldorf-Flingern voran zu treiben, was heute unter dem Dach des tanzhaus nrw firmiert. |
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2010 beginnt mit der Reihe "Sacre plus", die im Verlauf des Jahres zeitgenössische Interpretationen von Strawinskys Klassiker aus dem Jahr 1913 präsentiert. Zwei große Branchentreffs finden in diesem Jahr statt: Die "Tanzplattform Deutschland" in Nürnberg, bei der von zwölf ausgewählten Choreografen mit VA Wölfl, Ben J. Riepe, Fabien Prioville sowie der Gruppe Ludica gleich vier in Düsseldorf arbeiten. Weiterhin die Internationale Tanzmesse NRW, die Veranstalter, Choreografen und Tänzer aus aller Welt nach Düsseldorf zieht. |
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2009 findet zum zweiten Mal das biennale Festival "tanz nrw" erfolgreich statt. Auch erhält das tanzhaus nrw den Zuschlag für die sog. "International Dance Artist Agency NRW (iDAS)" durch das Land NRW, die sich als Mittler zwischen der Vielzahl von Choreografen aus dem Tanzland NRW und Veranstaltern versteht. |
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2008 erhält das tanzhaus nrw gemeinsam mit verschiedenene Partnern aus Europa und China den Eu-Zuschlag für die einjährige Reihe CHIN-A-MOVES, die sich dem künstlerischen Austausch zwischen China und Europa im Rahmen von Produktionen, Gastspielen und Konferenzen widmet. Die Internationale Tanzmesse NRW öffnet im August wieder ihre Pforten in Düsseldorf und das Internationale Tanzfestival (ITF) unter Leitung von Pina Bausch lädt im November zu herausragender Tanzkunst ein. |
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2007 kann das tanzhaus nrw die Tanzplattform für NRW mit großem Erfolg etablieren. Als biennales Forum präsentiert “tanz nrw” in den Städten Düsseldorf, Köln, Viersen, Essen und Krefeld eine Auswahl der interessantesten Tanz-Produktionen aus NRW. Eine aufregende Spielzeit-Eröffnung 2007/08 mit der kanadischen Kultkompanie La La La Human Steps führt mehr als 1300 Besucher in das tanzhaus nrw, das als Theater und Tanzschule zugleich in das zehnte Jahr seines Bestehens an der Erkrather Straße geht. Der Verein beschließt die Namensänderung von “Die Werkstatt e. V.” in “tanzhaus nrw e. V.” |
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2006 verstärkt das tanzhaus nrw sein Engagement für ein Junges Publikum. Am 25. Januar 2006 ist es amtlich: Düsseldorf erhält den Zuschlag! Unter Federführung des tanzhaus nrw konnte das Konzept “Take-off: Junger Tanz. Tanzplan Düsseldorf” überzeugen. Gemeinsam mit einer Reihe von Düsseldorfer Partnern wird die Landeshauptstadt in den kommenden fünf Jahren einer vernachlässigten Sparte nachhaltig Schubkraft geben. Auch seinen internationalen Dialog im Rahmen von TEMPS D’IMAGES und IDEE (Initiatives in Dance through European Exchange) führt das tanzhaus nrw intensiv fort. |
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2005 ist einerseits ein wichtiges Jahr, in dem sich das tanzhaus nrw als starker Produktionspartner profiliert, u.a. in der Koordinierung des Deutschen Produzentenpreises (DPC), andererseits mit der Vielzahl der nationalen und internationalen Koproduktionen. Mit der Ausrichtung des europäischen Projektes COLINA - Collaboration in Arts im August 2005 treibt das tanzhaus nrw gemeinsam mit fünf internationalen Partnern die Idee eines Laboratoriums an der Schnittstelle verschiedener Kunstsparten voran. |
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2004 wird das tanzhaus nrw Veranstaltungspartner des im Sommer 2004 stattfindenden Internationalen Tanzfestivals (ITF) unter Leitung von Pina Bausch. Im Februar richtet es die 6. “Tanzplattform Deutschland”, das bedeutendste Forum für den zeitgenössischen Tanz aus Deutschland, aus. Co-Veranstalter sind Hebbel am Ufer Berlin, Künstlerhaus Mousonturm Frankfurt/M., JOINT ADVENTURES München, euro-scene Leipzig und TanzWerkstatt Berlin. |
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2003 zielt das tanzhaus nrw mit klaren Programmformaten auf eine verbesserte Vermittlung der zeitgenössischen Tanzkunst, unter anderem mit der Reihe “Highlight”, die Tanzkompanien wie Rosas (BE), Batsheva Dance (ISR) und Marie Chouinard (CA) präsentiert. Mitte des Jahres feiert das tanzhaus nrw seine annähernd 30-jährige Geschichte über vier Tage lang. |
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August 2002 Das Tanzfestival “Global Dance - aesthetics of diversity” lädt über zehn Tage mehr als 36 internationale Tanzkompanien und 150 Tanzfachleute nach Düsseldorf ein. Das tanzhaus nrw verantwortet im Auftrag der World Dance Alliance (WDA) und mit besonderer finanzieller Förderung des Ministeriums für Städtebau und Wohnen, Kultur und Sport unter Dr. Michael Vesper das künstlerische Programm. Darüber hinaus ist es Gastgeber der Internationalen Tanzmesse 2002. |
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2001 Das tanzhaus nrw etabliert die Reihe “tanzmaxx - für junges Publikum im tanzhaus nrw”. Mit Festivals, Gastspielen, Auftragsproduktionen und Workshops für Kinder, Jugendliche und Lehrer führt es die Zielgruppen an eine bislang vernachlässigte Kunstsparte heran. Die Gründung des Junges Ensembles am tanzhaus nrw unter Leitung der Choreografin Ulla Geiges führt zu großer Resonanz. Das Ausbildungsprogramm European Dance Development Center (EDDC) am tanzhaus nrw muss wegen Kürzung öffentlicher Zuschüsse aus den Niederlanden beendet werden. Mit dem Festival “Global Beat” “bespielt” das tanzhaus nrw erfolgreich erstmals die Düsseldorfer Altstadt als Freiluft-Veranstaltung. |
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2000 Dem tanzhaus-Team gelingt es, das ursprünglich vielgestaltige Werkstatt-Konzept mit allen Kunstsparten auf den Bereich Tanz zu konzentrieren und sich organisatorisch und künstlerisch weiter zu qualifizieren. In diesem Jahr wird auch der Düsseldorfer Kultursalon gegründet, der durch das tanzhaus nrw maßgeblich unterstützt wird. Das tanzhaus nrw beteiligt sich im Frühjahr 2000 am Internationalen Tanzfestival (ITF) unter künstlerischer Leitung von Marc Jonkers. |
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1999 beginnt das tägliche Professional Dance Training. Das tanzhaus nrw bietet, neben dem dreijährigen Ausbildungsprogramm der European Dance Development Centers (EDDC), täglich Trainingseinheiten für professionelle Tänzer in der Region an. Internationale Austauschprogramme zwischen tanzhaus nrw und anderen Partnern, sog. “Dance Links”, starten mit den Niederlanden, später mit Belgien (2001), Großbritannien (2003), Schweiz (2004), Österreich (2008) und Ungarn (2010). |
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April 1998 Das tanzhaus nrw wird mit einem zweiwöchigen Festival glanzvoll eröffnet. In den nachfolgenden Jahren erhielt das tanzhaus nrw mehrere Preise für seine städtebauliche und architektonisch gelungene Konzeption im Rahmen des beeindruckend sanierten Straßenbahndepots, dem ältesten Deutschlands übrigens!
September 1997 Mit einem großen Richtfest wird im Wissen um die konzeptionelle und räumliche Veränderung der Name der "Werkstatt" in "tanzhaus nrw - die werkstatt e. V." umbenannt. Es findet die Gründung der World Dance Alliance Europe (WDA-Europe) mit Sitz in der Werkstatt und unter Leitung von Bertram Müller statt.
September 1996 Den Grundstein des neuen Hauses in der Erkrather Straße 30 legen NRW-Ministerin Ilse Brusis, Düsseldorfer Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff und Kulturausschussvorsitzender Wolfgang Kamper. |
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1996 erhält die Werkstatt die Zusage durch den Düsseldorfer Stadtdirektor Jörg Bickenbach und Kulturdezernent Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff für einen 60-jährigen Erbpachtvertrag für einen Teil des ehemaligen Straßenbahndepots an der Erkrather Straße. Es gelingt der Werkstatt-Leitung, die Baufinanzierung der Sanierung des Straßenbahndepots an der Erkrather Straße von immerhin 16 Mill. DM schrittweise zu sichern: durch das Land NRW (damalige Ministerin für Kultur und Stadtentwicklung: Ilse Brusis) in Höhe von 80% der Baukosten unter der Voraussetzung einer städtischen Förderung von 14% und einer Eigenbeteiligung von 6%. Zusätzlich kommt eine ABM-Maßnahme für 20 Bauarbeiter mit einer Förderung des Düsseldorfer Arbeitsamtes von 1,2 Mill. DM hinzu. Die Werkstatt beginnt als verantwortlicher Bauherr gemeinsam mit Jochen Boskamp als Architekt, die 4000m² große Fläche an der Erkrather Straße 30 zu sanieren und zum ersten Tanzhaus mit sechs Studios, einer großen Bühne (327 Plätze), einer kleinen Bühne (89 Plätze), einem Bistro und einem Theaterfoyer mit Galerie, Musikbühne und Gastronomie um zu bauen. |
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1995 Die Werkstatt verlängert nach 15 Jahren nicht ihren Mietvertrag in der Börnestraße, u.a. wegen überhöhter Mietforderungen, und beginnt die Suche nach einem langfristig geeigneten Domizil. |
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1993 Die Gründung des European Dance Development Center (EDDC) unter der Leitung von Aat Hougée und Mary Fulkerson als Kooperation der Hochschule der Künste und Der Werkstatt e. V. in Düsseldorf findet statt. Die Werkstatt findet zunehmend als überregionale multikulturelle Begegnungsstätte in NRW Beachtung. Fachleute attestieren ihr Modellcharakter als Ort des interkulturellen Austausches und eine Vermittlerrolle für ein gegenseitiges Verständnis kultureller Identitäten. |
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Dezember 1991 Bertram Müller, Leiter der Werkstatt e. V., erhält vom französischen Kulturminister Jack Lang den begehrten Staatsorden “Chevalier des Arts et des Lettres” für besondere Verdienste um die Vermittlung fremdländischer Kultur und Künste und den Aufbau der modellhaften, multikulturellen Begegnungsstätte Die Werkstatt. |
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1990 Das erste Flamenco- und das erste Orientale-Festival finden statt. |
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September 1987 Die Werkstatt gründet in Zusammenarbeit mit dem Düsseldorfer Schauspielhaus die Rheinische Tanz- und Theaterschule (RTT), die zwei Klassen mit jeweils zwölf Teilnehmern für zweieinhalb Jahre unterrichtet. Der erste pädagogische Leiter ist Regisseur Stephan Müller.
1986/87 Die Stadt Düsseldorf erhöht nach längeren Verhandlungen den Zuschuss neben der Miete um ca. 300.000 DM für die Werkstatt in der Börnestraße.
1985 Die ersten Düsseldorfer “Strandtheatertage” mit Film, internationalem Tanz und Theater finden unter der Verantwortung der Werkstatt im Düsseldorfer Rheinpark in drei Zelten statt. |
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1984 Das Werkstatt-Kukuk-Programm für Kinder und Jugendliche, Vorläufer vom Düsseldorfer AKKI, wird durch Christoph Honig gegründet. Die Initiative zur Gründung des JuTA (Junges Theater in der Altstadt) durch die Werkstatt-Mitarbeiter Bernd Lohmann, Ernest Martin und Bertram Müller trägt erste Früchte. |
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April 1982 “Endlich haben sie es geschafft” (NRZ)! Die Werkstatt in der Börnestraße öffnet ihre Pforten mit weit über 1000 Besuchern und wird zum “Mekka der Kultur abseits von Opernhaus und Museen” (Rheinische Post) erklärt.
Mehr als 100 Kurse pro Woche und mehr als 200 Workshops pro Jahr finden in den acht Studios statt. Mehr als 100 Vorstellungen finden in dem kleinen neuen Theater statt. |
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März 1981 Neue Räumlichkeiten für die Werkstatt werden in der Düsseldorfer Börnestraße 10 gefunden! Die Stadt übernimmt die Mietkosten für zunächst fünf Jahre. Die Umbau- und Renovierungskosten von 300.000 DM für das 1500 Quadratmeter große Gebäude müssen jedoch beschafft werden.
März 1980 Das zum Abbruch bestimmte Industriegebäude an der Grafenberger Allee 330 wird abgerissen, obwohl noch kein neues Domizil für die Werkstatt gefunden ist.
Juni 1979 Das spätere Erfolgskonzept der Werkstatt-Festivals wird begonnen, das in der Verbindung von Vorstellungen, Workshops und Kommunikation zwischen Künstlern und Laien liegen. |
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März 1979 Die Werkstatt e. V. wird Mitglied im Deutschen Paritärischen Wohlfahrtsverband (DPWV) und erhält damit Zuschüsse für kulturelle Weiterbildung durch das Land NRW.
Dezember 1978 Das Team der Werkstatt erhält den 1. Allgemeinen Kulturpreis der Stadt Essen für ihre modellhafte, stadtteilbezogene Kulturarbeit und Denkanstöße zur kulturellen Breitenarbeit.
Juni/Juli 1978 Mit dem ersten Werkstatt-Sommer-Festival gelingt es, durch ein vielfältiges Programm mit internationalen Theatergruppen eine breitere Öffentlichkeit auf die Qualität und das alternative Konzept der Werkstatt-Arbeit aufmerksam zu machen. |
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Januar 1978 Der gemeinnützige Verein Die Werkstatt für Tanz, Theater, Malen, Werken und Gestalten gründet sich mit dem Ziel der Förderung der Kreativität und schöpferischen Persönlichkeit von Laien, ihrer unmittelbaren Begegnung mit Künstlern und den unterschiedlichen Kulturen der Welt.
Ende 1977 Durch die Initiative und Leitung von Bertram Müller sowie einzelner Dozenten und Kursteilnehmer kann die Entschuldung des alten Projekts der “Ur-Werkstatt” und ein konzeptioneller und organisatorischer Neuanfang erreicht werden. Trotz wachsender Bekanntheit gerät das Projekt “Ur-Werkstatt” in finanziell existentielle und organisatorische Schwierigkeiten. Wichtige Mitarbeiter und Dozenten verlassen das Projekt. Das Projekt endet im Oktober des Jahres 1977. |
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ab 1973 Die ersten Anfänge der “Ur-Werkstatt” finden in der Grafenberger Allee 330 in Düsseldorf-Flingern statt. Einzelne Künstler, wie Chris Parker, Robert Solomon, Mustafa Tettey Addy, Winni Berger, Yves LeBreton und Magda van Dewalle geben erste Kurse, Workshops und gelegentlich Vorstellungen. Die Werkstatt wird überwiegend ehrenamtlich von Uli Hoffmann und Ulrike Zellmann organisiert. Peter Achmed Kreusch entwickelt die werkstatt-typische Plakatserie. |
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