Typisch für den finnischen Ausnahmetänzer Tero Saarinen: eine hochexpressive, archaisch anmutende und vom japanischen Butoh beeinflusste Tanzsprache. Mit seinem Solo schreibt er Strawinskys "Sacre" auf faszinierende Weise fort. In der Verbindung von Tanz mit der eindrucksvollen Multimedia-Kunst von Marita Liula und dem starkem Lichtdesign von Mikki Kunttu fragt er nach der Macht medialer Bilder, dem Wesen von Körperlichkeit, Erinnerung und Identität. Er ist Mann und Frau zugleich, scheint in Ekstase erstarrt, sein Körper durch Bildfetzen unter Beschuß: Tero Saarinens Version des "Sacre" ist in ihrer Schönheit und Gewalttätigkeit bewegend nah bei Strawinsky. Neben eigenen Inszenierungen kreiert Tero Saarinen Stücke für das Finnische Nationalballett, das Nederlands Dans Theater sowie Batsheva Dance, arbeitet regelmäßig mit der französischen Star-Choreografin Carolyn Carlson zusammen. Er erhielt mit "HUNT" hierzulande bereits im Jahr 2004 Standing Ovations auf Pact Zollverein in Essen und ein Jahr später während des Altstadtherbstes in Düsseldorf. Das Solo zählt seit seiner Uraufführung im Juni 2002 zu seinen weltweit gefragtesten Stücken.
Das Stück arbeitet mit Stroboskoplicht-Effekten.
Dauer: 35 Min. Bitte beachten Sie den anschl. Film um 21 h "Le Sacre du Printemps" (90 Min.), Dokumentation (in engl. Sprache) über die Entstehung des "Sacre", u.a. mit rekonstruierten Tanzszenen der Originalchoreografie Nijinskis. Großer Saal, Eintritt frei.